Wasserversorgung aktuell

Merkblatt zum Besuch unserer Techniker

Auch in Zeiten der „Covid-19 Pandemie“ sind manche Kundenbesuche dringend notwendig. Um Sie und unsere Mitarbeiter in diesem Fall zu schützen, haben wir hier einige Hinweise für Sie zusammengefasst.

Wichtige Hinweise zum Besuch unserer Techniker

Ihr Schutz und der Schutz Ihrer Familien und unserer Mitarbeiter stehen bei uns im Vordergrund. Es steht ein Besuch unserer Techniker bei Ihnen an? Dann beherzigen Sie bitte Folgendes:

  • Information bei Corona-Infektionsfällen: Bitte informieren Sie uns vorab, wenn es Corona-Infektionsfälle, oder konkrete Corona-Verdachtsfälle in Ihrem Haushalt gibt. Verschieben Sie, wenn möglich, in diesen Fällen den Termin.
  • Information bei Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe: Bitte informieren Sie uns, wenn Sie einer der Risikogruppen angehören. Dazu gehören: Ältere Personen, Personen mit Vorerkrankungen wie des Herz- Kreislauf-Systems, der Lunge, Diabetis mellitus, Krebserkrankungen und Personen mit chronischer Lebererkrankung oder einem geschwächten Immunsystem.
  • Bitte Abstand halten: Unsere Mitarbeiter halten Abstand zu Ihnen. Wir bitten Sie ebenso zu verfahren.
  • Ausweis: Unsere Mitarbeiter können sich Ihnen gegenüber ausweisen.
  • Schutzkleidung: Wir tragen bei Ihnen i. d. R. einen Mund-Nasen-Schutz. Dort wo es angebracht ist ggf. auch zusätzliche Schutzkleidung.
  • Hygiene: Vor und nach dem Arbeiten reinigen bzw. desinfizieren wir uns die Hände gründlich.
  • Räume lüften: Bitte lüften Sie die Räumlichkeiten am Tag des Termins.
  • Zugang: Bitte sichern Sie einen freien Zugang. Es reicht dann i. d. R. auch aus, wenn Sie uns den Weg zum Beispiel zu Ihrem Zählerschrank beschreiben. Den Weg dorthin finden wir dann allein.
  • Notwendiges: Bei den Arbeiten beschränken wir uns auf das Notwendige. Das spart Zeit und senkt das Risiko einer Ansteckung.

Wir kommen auch in diesen Zeiten zu Ihnen. Bitte helfen Sie uns für Sie da zu sein.

Hier noch das Merkblatt als PDF zum Download

  Corona 2020 - Merkblatt Technikerbesuche (32,8 KB)

 

 

Auswechslung der Wasserzähler 2020

Stadtwerke Königsbrunn Versorgung

Ab Ende Februar 2020 wird im Stadtgebiet Königsbrunn die nach dem Eichgesetz vorgeschriebene Auswechslung der Wasserzähler vorgenommen. In Frage kommen alle Wasserzähler, die im Jahre 2014 und früher eingebaut wurden. Die Auswechslung erfolgt durch Mitarbeiter der Stadtwerke Königsbrunn, die sich ausweisen können.

Die Auswechslung des Zählers wird ca. eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Beim Auswechseln des Hauptzählers entstehen den Grundstückseigentümern keine Kosten.

Wir bitten den Zugang zu den Wasserzählern freizuhalten.

Ihre
Stadtwerke Königsbrunn

Pressemitteilung der Stadt Königsbrunn

PFOS-Werte in Oberflächengewässern nachgewiesen

Mitte Dezember wurde das Landratsamt Augsburg durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth informiert, dass an mehreren Baggerseen beim Militärflugplatz Lagerlechfeld PFOS-Verunreinigungen festgestellt wurden, die den festgelegten Schwellenwert von 100 ng/l über- bzw. knapp unterschreiten.

PFOS gehört zu den PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien), einer Sammelbezeichnung für eine Gruppe von organischen Substanzen, und ist mittlerweile bis auf wenige Ausnahmen verboten.

Von der Stadt Königsbrunn wurde deshalb vorsorglich die Überprüfung des Trinkwassers in Auftrag gegeben:

Das Königsbrunner Trinkwasser liegt deutlich unterhalb der Leit- bzw. gesundheitlichen Orientierungswerte. Bei den 13 untersuchten verschiedenen PFC-Werten wurden zwei Werte (PFOS und PFHxS) mit je 2,4 ng/l gefunden, alle anderen Werte sind kleiner 1 ng/l.

Hohe Blutkonzentrationen von PFOS stehen im Verdacht, dass sie Krebs auslösen, das Immunsystem schwächen und zu Fortpflanzungsstörungen führen. PFOS-Untersuchungen im Wasser zählen nicht zu den gesetzlich vorgeschriebenen Standarduntersuchungen, werden aber nun zukünftig von der Stadt Königsbrunn regelmäßig beauftragt.

Es wird vermutet, dass die gefundenen Werte in den Oberflächengewässern auf die Löschschäume zurückzuführen sind, die früher am Militärflugplatz eingesetzt wurden. In den Seen bei Oberottmarshausen und in Weihern beim Fohlenhof in den Naturausgleichsflächen wurden ebenfalls erhöhte Werte gefunden, so dass hier eine Empfehlung ausgesprochen wurde, auf den Fischverzehr zu verzichten, bis weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Rund 66 % des Königsbrunner Trinkwassers kommt aus Flachbrunnen der Fohlenau, aus dem Naturschutzgebiet südlich der Verbindungsstraße nach Mering.

Die restliche Trinkwasserversorgung der Stadt läuft über tiefe Brunnen.

  Untersuchungsbericht Trinkwasser 01.2020 (248,8 KB)

Stadt Königsbrunn

Leitung Pressestelle / Öffentlichkeitsarbeit

Anke Maresch
Marktplatz 7 · 86343 Königsbrunn

Tel. 08231 / 606-211 · Fax 08231 / 606-28211

anke.maresch@koenigsbrunn.de

www.koenigsbrunn.de

Erläuterung: 

PFC ist die Sammelbezeichnung für eine Gruppe von organischen Substanzen, nämlich per- und polyfluorierte Chemikalien – auch bekannt als PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) oder PFT (perfluorierte Tenside). Sie kommen nicht natürlich vor, werden seit mehr als 50 Jahren produziert. PFC weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Verwitterung auf – sie sind nicht bzw. nur teilweise abbaubar, lediglich verdünnbar.

Auf Grund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaft werden die Stoffe zum Beispiel in der Lebensmittelverpackungsindustrie, als Imprägniermittel für Outdoor- oder Arbeitskleidung, in Teppichen, Reinigungsmitteln oder teilweise früher auch in Feuerlöschschäumen verwendet. In der aktuellen Trinkwasserverordnung sind keine PFOS-Werte festgesetzt. Es gibt derzeit lediglich Leit- bzw. gesundheitliche Orientierungswerte des Umweltbundesamtes. Im Gespräch ist derzeit, Grenzwerte für PFC in Lebensmitteln festzulegen, da sie im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.

PFC in der Umwelt wurde erstmals in den 1970er-Jahren entdeckt. Heute können PFC weltweit in Gewässern, in der Atmosphäre, im Gewebe und Blut von Tieren, aber auch von Menschen nachgewiesen werden. In Bayern sind sie seit 2006 Gegenstand einer umfassenden Umweltbeobachtung: In bayerischen Gewässern ist nahezu überall eine PFC-Hintergrundbelastung von wenigen Nano-Gramm pro Liter zu finden (1 ng = 0,000 000 001 g).

Ausbringung von Gärresten in der Trinkwasserschutzgebietszone WIIIb

Trinkwasserschutzgebietszone

Die Stadtwerke Königsbrunn informieren über die Ausbringung von Gärresten in der Trinkwasserschutzgebietszone WIIIb

  • Seit 2014 läuft auf einer Wiese südlich des Fohlenhofs (westlich Lechstaustufe 22) ein 6-jähriger Versuch in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden.
  • Ziel des Versuches ist es zu untersuchen, ob Wasserschutz, Erzeugung von regenerativer Energie und langfristige Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung vereinbart werden können
  • Die Wiese liegt in der Weiteren Schutzzone WIIIA des Trinkwasserschutzgebiets Fohlenau.
  • Alle zwei Jahre soll verdünnter Gärrest aus einer Biogasanlage ausgebracht werden, die ausschließlich Pflanzen vergärt.
  • Obwohl die Masse sehr dunkel und „gefährlich“ aussieht besteht keine Gefahr aus der Gülle und keine Gefahr der Überdüngung (nur 17 kg anrechenbarer Stickstoff pro Jahr, was der Empfehlung für FFH-Wiesen des Ministeriums für ländl. Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg entspricht)

Preise für Wasser und Abwasserentsorgung

 

Gebühren der Stadtwerke Königsbrunn

Gültig seit 01.01.2017
Wasserversorgungsgebühren0,73 €/m³  
Abwasserentsorgungsgebühren1,25 €/m³
Grundgebühren bei der Verwendung
von Wasserzählern mit Dauerdurchfluss
bis 4 m³/h37,00 EUR/Jahr
bis 10 m³/h185,00 EUR/Jahr
bis 16 m³/h297,00 EUR/Jahr
über 16 m³/h816,00 EUR/Jahr

Nähere Informationen finden Sie auf den jeweiligen Seiten Wasserversorgung und Abwassergebühr.

Stand: 01.01.2017

Resolution zum Thema „Wasser ist ein Bürgerrecht“ verabschiedet

Der Königsbrunner Stadtrat unterstützt, wie bereits der Werkausschuss, fraktionsübergreifend die Verabschiedung einer entsprechenden Resolution.

Übereinstimmend wird die Kernaussage der Werkleitung bekräftigt, wonach die Königsbrunner Wasserversorgung auch in Zukunft in kommunaler Hand bleiben und vor einer Privatisierung geschützt werden muss. Es gilt daher, die weitere Entwicklung genau zu beobachten, um bei Bedarf rechtzeitig evtl. notwendige organisatorische Gegenmaßnahmen prüfen und angehen zu können. Hierzu wurde in der Sitzung am 5.3.2013 nachfolgende Resolution einstimmig verabschiedet:

Resolution

Die Stadt Königsbrunn beobachtet gemeinsam mit ihren Stadtwerken mit Sorge, dass es bisher im europäischen Gesetzgebungsverfahren nicht gelungen ist, die kommunale Wasserversorgung dauerhaft aus dem Anwendungsbereich der geplanten EU-Konzessions-richtlinie herauszunehmen und so zu verhindern, dass die Versorgung mit dem Lebensmittel Trinkwasser dem profitorientierten Wettbewerb privater Konzerne geöffnet werden kann.

Es darf aber keine Privatisierung der Trinkwasserversorgung geben. Auch wird die angestrebte Regulierung der sozialen Dienstleistungen abgelehnt.

  • Der Rat der Stadt Königsbrunn appelliert deshalb an alle Beteiligten am weiteren Gesetzgebungsverfahren – Europaabgeordnete wie Bundesregierung – die von den Kommunen verantwortete Versorgung mit hochwertigem und preiswertem Trinkwasser als Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge unbefristet sicherzustellen.
  • Er begrüßt die Zielrichtung der Initiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ gegen die EU-Konzessionsrichtlinie, mit der engagierte Bürgerinnen und Bürger mittels des neuen Instruments Europäische Bürgerinitiative und mindestens einer Million Unterschriften das Vorhaben der EU verhindern wollen.
  • Der Rat der Stadt Königsbrunn verweist darauf, dass Wasser ein Naturgut ist, das geschützt, verteidigt und entsprechend sorgfältig behandelt werden muss. Der Zugang zu Wasser ist Menschenrecht. Wasser kann deshalb keine übliche Handelsware sein und darf auch nicht einem europäischen Handelsregime unterworfen werden.
  • Der Rat der Stadt Königsbrunn stellt fest, dass die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen nicht den Binnenmarktregelungen unterworfen werden dürfen.
  • Der Rat der Stadt Königsbrunn verweist darauf, dass die Wasserversorgung ein Kernstück der kommunalen Daseinsvorsorge ist. Diese bewährten Strukturen gilt es im Interesse von Umwelt, Bürgerinnen und Bürgern und kommunaler Selbstverwaltung zu bewahren.
  • Der Rat der Stadt Königsbrunn lehnt den vorliegenden Entwurf einer Richtlinie über die Konzessionsvergabe im Hinblick auf den darin enthaltenen Regelungsbereich der Wasserversorgungsdienste entschieden ab.
  • Der Rat der Stadt Königsbrunn betont den erheblichen Nachbesserungsbedarf hinsichtlich der Regelungen zur interkommunalen Zusammenarbeit.

Königsbrunn, den 05.03.2013

Informationen zur Wasserversorgung in Königsbrunn:

Die Wasserversorgung hat z.Zt. einen Umsatz von ca. EUR 1, 2 Mio. bei einem Verkauf von ca. 1,408 Mio. m³ im Jahr 2012. Die Stadtwerke Königsbrunn versorgen Königsbrunner Anwesen. Lediglich 2 an das Stadtgebiet angrenzende Anwesen werden durch einen Liefervertrag mit Trinkwasser beliefert. Damit würde die Wasserversorgung z. Zt. nicht unter die Richtlinie fallen, da lt. „Brüssel aktuell 3/2013″ der „Schwellenwert für eine Konzession bei EUR 8 Mio.“ liegen soll und „80% des Gesamtumsatzes (evtl. aber auch des Spartenumsatzes) in Bezug auf den Konzessionsgeber“ beim „In-house-Privileg als Wesentlichkeitskriterium“ angesehen werden.

Die Stadtwerke Königsbrunn haben in den vergangenen Jahren immer wieder die Eigenständigkeit ihrer kommunalen Wasserversorgung betont:

  • Die Stadtwerke betreiben 4 Tief- und 2 Flachbrunnen, ein Wasserwerk mit insgesamt 4 Trinkwasserbehältern und einem Leitungsnetz von 118 km im Stadtgebiet.
  • Die Fohlenau I wurde in einer Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg gebaut.
  • Über eine gemeinsame Trinkwasserleitung wird das Wasser nach Königsbrunn und Augsburg geleitet.
  • Diese Leitung bildet auch die Grundlage für einen gemeinsamen Notverbund.
  • Die Wasserförderung aus unseren Brunnen betrug im Jahr 2012 ca. 1,5 Mio. m³.
  • Verkauft wurden ca. 1,4 Mio. m³ an 5.522 Kunden in Königsbrunn und lediglich 2 Kunden in angrenzenden Gemeindegebieten.
  • Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Einwohner beträgt 51,41 m³ im Jahr; das entspricht ca. 140 Liter am Tag.
  • Durchschnittlich gibt jeder Bürger in Königsbrunn 42,76 € im Jahr für Trinkwasser aus.
  • Durch die Investitionen in die Fohlenau konnte die Qualität des Königsbrunner Trinkwassers noch einmal deutlich verbessert werden.